Unsere Ausstellung „Ich bin mehr“ geht auf Reisen
Ein Projekt zur Sensibilisierung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen
Ein zentrales Anliegen unserer schulischen – und gerade auch unserer schulseelsorgerlichen – Arbeit ist es, Schüler/innen und Studierende für die Lebensrealitäten von Menschen mit besonderen Herausforderungen zu sensibilisieren. Gleichzeitig möchten wir unsere Schüler/innen dazu motivieren, sich im Rahmen sozialen Lernens für andere einzusetzen. Besonders freuen wir uns, wenn dieses Engagement über die Schule hinauswirkt und dabei auch unser christliches Menschenbild sichtbar wird.
Im vergangenen Schuljahr ist dies mit der Ausstellung „Ich bin mehr“ auf beeindruckende Weise gelungen. Die Ausstellung wurde von Fachabiturient/innen im Gestaltungskurs unter der Leitung von Herrn Baum entwickelt – in Zusammenarbeit mit Herrn Mäteling.
Mit der Ausstellung machen die Schüler/innen deutlich: Menschen dürfen nicht auf ihre Behinderung reduziert werden. Ziel ist es, Sichtbarkeit zu schaffen und den Blick auf Persönlichkeit, Interessen und Lebensrealitäten zu lenken. Dafür wurden Menschen mit Behinderungen unterschiedlichen Alters porträtiert und interviewt.
Es kam zu nachhaltigen und berührenden Begegnungen. Die Schülerinnen waren begeistert von der Offenheit und Lebensfreude der Porträtierten. Diese gaben bereitwillig Einblicke in ihr Leben – auch in die Herausforderungen – und betonten immer wieder: Ihr Leben ist so viel mehr als „behindert“. Gleichzeitig erfuhren die Schüler/innen, was Menschen brauchen, um sich entfalten zu können, und wie wir als Gesellschaft dazu beitragen können.
Bei der Ausstellungseröffnung würdigte Rouven Dalmer (1. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Osteogenesis imperfecta e. V., Landesverband NRW) in seiner Rede das Engagement der Schüler/innen und die Umsetzung des Projekts.
Durch den Einsatz unserer Schüler/innen sowie durch gute Netzwerk- und Kooperationsarbeit konnte die Ausstellung am 12. November 2025 erstmals außerhalb unserer Schule gezeigt werden – im Rahmen des Café Inklusion im Bürgerforum Geldern. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit unserem Netzwerkpartner Lebenshilfe Geldern und weiteren Partnern statt.
Rund 100 Besucher/innen erlebten dort eine offene, inklusive Atmosphäre mit Ausstellung, Austausch und Begegnung. Die großformatigen Porträts und die Infotafeln zu jeder dargestellten Person fanden große Beachtung.
Seit dem 12. November 2025 ist die Ausstellung nun auf Reisen:
Zunächst war sie bis Mitte Januar 2026 in der CWWN-Wohnanlage St. Bernardin zu sehen. Anschließend folgte bis Mitte Februar 2026 die Präsentation im Rathaus der Stadt Geldern. In naher Zukunft wird die Ausstellung außerdem unter anderem im Kreishaus Kleve und im St.-Viktor-Dom Xanten gezeigt.
Wir freuen uns sehr, auf diesem Weg zum Nachdenken über das Leben von Menschen mit Behinderungen anzuregen – und Begegnungen möglich zu machen.
Text: Andreas Mäteling
Fotos: CWWN, Ewald Hülk, Andreas Mäteling





