Einblick in das Projekt SELBSTbestimmt und mehr: Die HEP/B begrüßte Frau Hoolmann von der Lebenshilfe

Das Projekt SELBSTbestimmt und mehr: Einblicke für die angehenden Heilerziehungspfleger/innen in gelebte Inklusion durch Monika Hoolmann von der Lebenshilfe im Kreis Kleve

Am Montag, dem 1. September 2025, hatten wir, die Berufspraktikant/innen der Fachschule für Heilerziehungspflege, das Privileg, Monika Hoolmann von der Lebenshilfe im Kreis Kleve als Expertin in unserem Kurs begrüßen zu dürfen. Ihre aufrichtige und freundliche Art fesselte uns sofort und vermittelte uns, dass Inklusion keine bloße Theorie ist, sondern vor allem von Personen getragen wird, die mit Herzblut und Hingabe daran arbeiten.

Frau Hoolmann, eine anerkannte Expertin auf ihrem Gebiet, präsentierte uns in ihrem Seminar unter anderem das Projekt SELBSTbestimmt. Wir waren beeindruckt vom Umfang dieses Projekts, das bis zum 30. September 2028 läuft und von der Aktion Mensch unterstützt wird. Sie erklärte uns, wie sie und ihr Team Menschen mit Behinderungen dabei helfen, ihre eigenen Wünsche zu identifizieren und zu realisieren. Dies reicht von Einzelcoachings, bei denen es darum geht, individuelle Bedürfnisse zu verstehen und zu unterstützen, bis hin zu Gruppenprojekten, bei denen die Teilnehmer gemeinsam lernen und interagieren.

Für uns war dies eine wichtige Erkenntnis: Es geht darum, Menschen zu befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In den Einzelcoachings wird intensiv auf die persönliche Situation der Teilnehmer eingegangen, um gemeinsam realistische Ziele zu setzen und Strategien zu entwickeln, wie diese erreicht werden können. Die Gruppenprojekte bieten eine Plattform für den Austausch und die gegenseitige Unterstützung, wodurch ein starkes Gemeinschaftsgefühl entsteht. Hierzu wurden wir auch zu einem intensiven Austausch mit Frau Hoolmann eingeladen, z. B. darüber, wie eine Erhöhung der Attraktivität der Angebote erzielt werden kann und wie man noch mehr Menschen damit erreichen kann, die davon profitieren könnten.

Aber nicht nur dieses Projekt beeindruckte uns. Wir erfuhren auch von den großartigen Bluepoint-Angeboten, die Freizeitaktivitäten für Erwachsene schaffen. Es ist schön zu sehen, wie die Lebenshilfe im Kreis Kleve den sozialen Austausch fördert und den Menschen die Möglichkeit gibt, neue Kontakte zu knüpfen und ihren Interessen nachzugehen. Die Angebote reichen von sportlichen Aktivitäten über kulturelle Veranstaltungen bis hin zu kreativen Workshops.

Als Frau Hoolmann durch ein Video zeigte, dass Kinder Inklusion oft als etwas ganz Natürliches betrachten und die besten Ideen dazu haben, regte sie uns alle zum Nachdenken an. Es fühlt sich einfach richtig an, die eigene Arbeit so zu gestalten, dass sie diese Haltung unterstützt. Die Unbefangenheit und Kreativität von Kindern sind eine wertvolle Ressource für die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft. Indem wir die Perspektiven von Kindern berücksichtigen und sie aktiv in den Inklusionsprozess einbeziehen, können wir innovative Lösungen entwickeln und eine Kultur der Akzeptanz und Wertschätzung fördern.

Zusätzlich wurden wir von Frau Hoolmann noch zum Café Inklusion eingeladen. Zur genaueren Planung wurden wir auch zu unserer fachlichen Meinung zu einzelnen Aspekten befragt Das Café Inklusion findet am 12. November um 17 Uhr statt und auch unsere Schule wird sich mit der Präsentation der Ausstellung „Ich bin mehr …“ und einem Infostand aktiv daran beteiligen.

Der Besuch von Frau Hoolmann war für uns viel mehr als nur ein Vortrag. Er hat uns gezeigt, wie wichtig unsere zukünftige Rolle als Heilerziehungspfleger/in ist und wie viel Herzblut in diesem Beruf steckt. Wir sind hoch motiviert, dieses Wissen und diese Inspiration in unsere eigene Arbeit zu investieren. Die Begegnung mit Frau Hoolmann und die Einblicke in die Arbeit der Lebenshilfe im Kreis Kleve haben uns darin bestärkt, uns für die Rechte und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir als zukünftige Heilerziehungspfleger/innen einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft leisten können und freuen uns darauf, unser erworbenes Wissen und unsere Leidenschaft in die Praxis umzusetzen.

Text: Jana Dams (HEP/B)
Fotos: Johanna Schwitalla (HEP/B)


Hinterlasse einen Kommentar