Innvatives Wohnen mit Selbstbestimmung und Eigenständigkeit für Menschen mit Assistenzbedarf

Innovatives Wohnen mit maximaler Selbstbestimmung und Eigenständigkeit für und von Menschen mit Assistenzbedarf – unser Besuch bei Selders & Seiltgen – Soziale Dienste GmbH in Geldern

Am Montag, den 01.09.2025, besuchte unsere Klasse, die HEP/B, den Sozialen Dienst Selders & Seiltgen in Geldern. Diese Einrichtung unterstützt Menschen mit Behinderung im Kreis Kleve beim eigenständigen Wohnen und Leben. Insgesamt werden 38 Klientinnen und Klienten von 48 Mitarbeitenden betreut. Die Angebote richten sich an Menschen mit körperlicher, geistiger, psychischer und/oder Mehrfachbehinderung ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Zurzeit ist die jüngste Klientin 26 Jahre alt, die älteste 70 Jahre.

Das Besondere an dieser Einrichtung ist die Vielfalt der Wohn- und Unterstützungsformen. Im Wohnprojekt auf der Straße Brühlscher Weg (wo wir zu Besuch waren) wohnen zurzeit acht Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsbildern gemeinsam mit nicht behinderten Menschen. Den Menschen mit Assistenzbedarf steht rund um die Uhr (24/7) Unterstützung zur Verfügung, sodass jederzeit Hilfe da ist. Zusätzlich zu den Fachkräften mit festgelegten Fachleistungsstunden pro Woche, steht den Klientinnen und Klienten ein Hintergrunddienst zur Verfügung, bestehend aus Betreuungs- und Assistenzpersonal, welches keiner pädagogische Ausbildung bedarf. Medizinische Pflege wird bei Bedarf durch einen externen Pflegedienst übernommen.

Unser Besuch begann im Gruppenraum, der von allen frei benutzt werden darf. Dort wurden wir von Kristin, einer Sozialpädagogin und ehemaligen Schülerin unserer Liebfrauenschule, herzlich begrüßt. Dort saßen bereits zwei Klientinnen beim Kaffeetrinken, die uns ebenfalls einen Einblick in ihren Alltag gaben. Gemeinsam mit einer der Klientinnen, die sich sehr klar und reflektiert äußern konnte, beantwortete Kristin unsere Fragen.

Im Anschluss führten uns Kristin und eine zweite Klientin in deren Wohnung im ersten Stock. Die Wohnung war sowohl über Treppen als auch über einen Aufzug erreichbar. Die Bewohnerin konnte sich nicht verbal äußern, doch durch ihre Gestik und Präsenz wurde deutlich, wie sehr sie sich in ihrer Wohnung wohlfühlt.

Neben dem Wohnprojekt gibt es Angebote wie Elternassistenz für Menschen mit Behinderung, die selbst ein Kind haben und Gruppenaktivitäten. Dabei wird stets Wert auf Selbstbestimmung und Eigenständigkeit gelegt.

Außerdem gibt es, wie bereits genannt, Gruppenaktivitäten, wie zum Beispiel das gemeinsame Kochen im Gruppenraum jeden Donnerstag oder auch Ausflüge, etwa zum Paddeln.

Zum Abschluss unseres Besuchs waren wir beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und der klaren Struktur, die dennoch viel Raum für Selbstbestimmung lässt. Besonders schön war

Wir bedanken uns herzlich bei Kristin, den Klientinnen sowie dem gesamten Team von Selders & Seiltgen für die freundliche Aufnahme und die spannenden Eindrücke, die wir an diesem Tag gewinnen durften. Diese Exkursion hat uns nochmal so richtig deutlich gemacht, wie vielfältig die Wohnformen mittlerweile sind und damit auch unsere künftigen Einsatzmöglichkeiten als Heilerziehungspfleger/innen.

Text & Fotos: Johanna Schwitalla (HEP/B)


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