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Unsere Abifahrt nach Kroatien – sieben Tage zwischen Meer, Bergen und unvergesslichen Erlebnissen

21. September 2026

Nun hat unser letztes Schuljahr des Abijahrganges ’27 angefangen – und zwar mit unserer Studienfahrt auf die wunderschöne Insel Krk in Kroatien! Sieben Tage lang – inklusive insgesamt 36  Stunden Busfahrt – durften wir das Meer, die Sonne, die Architektur und die beeindruckende Landschaft Kroatiens genießen und gemeinsam in unser letztes Schuljahr starten.

Für uns begann die Fahrt am Samstagabend, dem 12.09.2026. Um 21 Uhr ging es los und nach 18 langen Stunden, wenig Beinfreiheit und entsprechend wenig Schlaf war es gegen 14 Uhr am Sonntag endlich geschafft: Wir waren auf Krk, Kroatien!

Nach unserer Ankunft nahm jeder sein Gepäck und zog in sein eigenes Häuschen ein. Wir wohnten in modernen Mobile Homes auf einem schönen Campingplatz, direkt am Meer und in der Nähe des Stadtzentrums. Für manche ging es nach der langen Fahrt zunächst einmal ins Bett, andere zog es direkt ans etwa 20 Meter entfernte Meer. Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings ohnehin nicht, denn die kommenden Tage waren bereits gut mit Programm gefüllt.

Am Montag ging es für uns nach Rijeka. Der Name der Stadt bedeutet auf Kroatisch schlicht „Fluss“ und bezieht sich auf die Rječina, den Fluss, der durch Rijeka fließt und dort in die Adria mündet. Bei einer interessanten Stadtführung erfuhren wir viel über die Geschichte und Architektur Rijekas. Unter anderem sahen wir die historische Mariä-Himmelfahrt-Kirche, das Kroatische Nationaltheater Ivan pl. Zajc und den Hafen mit seinen beeindruckenden Schiffen. Das heutige Theatergebäude wurde 1885 eröffnet und gehört zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Stadt. Nach der Führung hatten wir einige Stunden Freizeit zum Shoppen, Essen und Erkunden der Stadt. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp beim kroatischen Lidl und deckten uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein, da wir uns in unseren Mobile Homes selbst versorgten.

Weiter ging es am Dienstag mit einem besonderen Programmpunkt: dem Haludovo Palace Hotel bei Malinska. Das ehemalige Luxusresort wurde 1971 eröffnet und ist heute ein verlassener Hotelkomplex. Wir erkundeten die beeindruckenden, inzwischen stark verfallenen Gebäude und machten Fotos für unseren Fotowettbewerb zum Thema ‚LFS – wild students in a lost place‘. An diesem Tag wurden mit Abstand die meisten Teilnehmer unseres Mörderspiels eliminiert. Denn wie soll man als Gruppe schließlich ein gemeinsames Foto machen, ohne dass jemand dafür die Kamera halten muss? 

Anschließend ging es für alle an den Strand. Aufgrund der akuten Seeigelgefahr waren dabei vor allem unsere wunderschönen Wasserschuhe gefragt. Dort konnten wir uns abkühlen, entspannen und die Sonne genießen. Am Abend sahen wir uns gemeinsam die Ergebnisse des Fotowettbewerbs an. Es gab viele witzige, kontroverse und außergewöhnliche Bilder zu sehen – am Ende konnte sich jedoch die Ästhetik durchsetzen und gewann das Preisgeld.

Am Mittwoch war bereits die Hälfte unserer Abifahrt vorbei. Allzu traurig waren wir darüber allerdings nicht, denn für uns ging es zu den Plitvicer Seen, einem der bekanntesten Nationalparks Kroatiens. Dort erwarteten uns türkisfarbene Seen, zahlreiche Wasserfälle und eine beeindruckende, dicht bewaldete Landschaft mit faszinierenden Bergen. Beim Bewundern des kristallklaren Wassers wollten die meisten von uns gerne einfach ins Wasser springen. Das Schwimmen in den Seen ist im Nationalpark jedoch streng verboten – also blieb uns nur noch die Hoffnung darauf von jemand Fremden ins Wasser geschubst zu werden. Gegen Ende unserer Tour wurde es kurz etwas abenteuerlicher, als sich einige von uns auf den zahlreichen Wegen etwas verirrten. Glücklicherweise fanden am Ende aber alle wieder zum Bus zurück.

Am Donnerstag hatten wir eigentlich einen Sport- und Spieletag geplant. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Regen und Gewitter sorgten dafür, dass unser geplantes Programm leider ausfallen musste. So verbrachten wir den Tag größtenteils in unseren Häusern und genossen die freie Zeit für uns. Am Abend beruhigte sich die Lage schließlich und wir versammelten uns alle zu einem gemeinsamen Abend. Wir sangen, redeten und verbrachten noch einmal Zeit als große Gruppe miteinander. Das klingt vielleicht ein wenig nach Geburtstagssingkreis im Kindergarten, war aber tatsächlich einer der schönsten Abende der Fahrt: Lenn B. aus der AH13/S1 spielte uns seine eigenen Lieder vor und sang dazu. Die Atmosphäre an diesem Abend war wirklich unbeschreiblich.

Am Freitag hieß es dann: Raus aus den Häusern und ab auf die Straße! Um 10 Uhr mussten wir unsere Unterkünfte verlassen, unsere Abfahrt war für 15 Uhr geplant. Also nutzten wir die letzten Stunden, um noch einmal am Strand zu sitzen, Souvenirs zu kaufen und gemeinsam zum Abschluss essen zu gehen. Und dann war es auch schon 15 Uhr. Wir stiegen alle in den Bus und machten uns auf den Weg Richtung Geldern. Nach 18 Stunden Fahrt kamen wir schließlich wieder in Geldern an.

Für uns alle war diese Studienfahrt eine einmalige und unvergessliche Erfahrung. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, ein weiteres Stück der Welt entdeckt und gemeinsam den Anfang vom Ende unserer Schulzeit erlebt. Eine letzte Klassenfahrt, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Text: Mia Raulf aus der AH13/S2

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