Am 7. September 2026, unserer ersten Blockwoche, hatten wir, die Berufspraktikant/innen der Fachschule für Heilerziehungspflege, Besuch von Monika Hoolmann von der Lebenshilfe im Kreis Kleve. Sie berichtete uns von ihrer Arbeit und verschiedenen Angeboten der Lebenshilfe. Dabei ging es vor allem um Inklusion, Selbstbestimmung und Teilhabe.
Ein Projekt, das sie uns genauer vorstellte, war „SELBSTbestimmt – Beratung und Vernetzung“. Das von der Aktion Mensch unterstützte Projekt läuft bis zum 30. September 2028. Ziel ist es, Menschen mit Assistenzbedarf dabei zu unterstützen, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten und eigene Entscheidungen zu treffen.
Durch Coachingangebote werden sie unterstützt, ihre eigenen Wünsche zu identifizieren und zu realisieren, also ihren eigenen Weg zu finden. Die Angebote sind niedrigschwellig und kostenlos. Das Angebot „Lass mal treffen“ findet im Café Extrablatt (Geldern) statt. Hier treffen sich Menschen, die Interesse haben, um miteinander ins Gespräch zu gehen und neue Kontakte zu knüpfen.
Wir erfuhren außerdem von einem Aktionsteam, das auf Barrieren im öffentlichen Raum aufmerksam macht. Dabei wurde uns vermittelt, dass echte Inklusion dort beginnt, wo Barrieren erkannt und beseitigt werden. Nur so können alle Menschen möglichst selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Auch weitere Angebote der Lebenshilfe wurden vorgestellt, darunter die Bluepoint-Angebote für Erwachsene. Dort gibt es verschiedene Freizeitaktivitäten wie Feiern, kreative Angebote oder gemeinsame Ausflüge. Außerdem gibt es ein Angebot im Café Extrablatt (Geldern) von der Lebenshilfe, bei dem Menschen zusammenkommen, miteinander ins Gespräch gehen und neue Kontakte knüpfen können.
Besonders interessant war für uns ein Video über die Sichtweise von Kindern auf Inklusion. Dabei wurde deutlich, dass Kinder häufig ganz selbstverständlich mit dem Thema umgehen. Das hat uns zum Nachdenken gebracht und gezeigt, dass Inklusion oft einfacher gedacht werden kann, als wir vielleicht vermuten.
Insgesamt fanden wir den Besuch interessant, da wir einen guten Einblick in die praktische Arbeit der Lebenshilfe bekommen haben und in die Vielfalt der dortigen Angebote, die wir wiederum schon jetzt unseren Klient/innen in den Einrichtungen empfehlen können, in denen wir unser Anerkennungsjahr absolvieren.
Für unseren späteren Beruf nehmen wir mit, dass es wichtig ist, Menschen zu unterstützen, ohne ihnen Entscheidungen abzunehmen. Inklusion bedeutet für uns deshalb nicht nur, dass alle dabei sein dürfen, sondern auch, Barrieren abzubauen, Begegnungen zu ermöglichen und Selbstbestimmung zu fördern.
Text: Rosalie Brack (HEP/B)
Fotos: Rosalie Brack & Andreas Mäteling





