Tag der offenen Tür an der Liebfrauenschule

Mehr als 60 verschiedene Angebote – Großer Andrang – Kreative und sorgfältige Präsentationen

Wer alles, was die Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule für den Tag der offenen Tür vorbereitet hatten, sehen und miterleben wollte, der musste Zeit mitbringen, viel Zeit sogar. Zu mehr als 60 Programmpunkten luden knapp 30 Klassen unseres Berufskollegs ein, um über die einzelnen Bildungsgänge zu informieren. Nicht stures Lesen an Schautafeln lautete die Devise, sondern Anschaulichkeit, Sorgfalt in der Präsentation und Mitmachen waren angesagt.

Wer von der Weseler Straße die Schule betrat, landete im Ghost School Bistro, das Schülerinnen der zweijährigen Berufsfachschule nicht nur passend dekoriert hatten, sondern in dem sie auch themenspezifische Drinks und Snacks anboten. Aus dem Bistro verfolgen konnte man, dass eine Modellkarriere nicht unbedingt in Paris oder Mailand beginnt. Mitschülerinnen präsentierten hier im Rahmen einer Modenschau schicke Bekleidung unterschiedlicher Berufe aus dem Bereich der Ernährung und Hauswirtschaft. Infos zum entsprechenden Beruf wurden gleich mitgeliefert.

Topfgucker kamen im Raum der Fachoberschüler für Ernährung und Hauswirtschaft auf ihre Kosten. Die Vielfalt des Berufsbildes erfahren konnten sie, indem sie das üppige Innenleben der reich ausstaffierten Töpfe erkundeten. Und zum reich gedeckten Mittagstisch luden die Schüler ebenfalls ein. „Gesundes und Pikantes im Herbst“ lautete das Thema des Menüs.

Umfangreich waren auch die Angebote der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen. Die Besucher konnten z. B. die eigenen Sinne testen. Zum Mitmachen luden die Entspannungsübungen ein, Devise: „Stress lass nach!“. Körperwahrnehmungen mit Orff-Instrumenten standen des Weiteren auf dem Programm.

Gleich mehrere Räume hatten die Schüler der gymnasialen Oberstufe gestaltet. „Lebensmittel unter der Lupe“ lautete das Thema des Leistungskurses Ernährungslehre mit Chemie. Keine trockene Theorie gab’s hier. Stattdessen konnte jeder an einem Ratespiel über die Zusammensetzung unterschiedlicher Lebensmittel teilnehmen. Die Lösung stand im Karton unter der Lupe. Über verschiedene Müslis informierte die Jahrgangsstufe 11. Doch allein vom Wissen wird man schließlich auch nicht satt, dachten sich die Schüler und servierten Müslis in unterschiedlichsten Variationen. Probieren, so sagten sie, geht schließlich über Studieren! Inhalte des Leistungskurses Erziehungswissenschaft wurden eine Etage höher dargestellt. Stark frequentiert war hier die Zukunftswerkstatt Schule, in der Reformansätze anschaulich präsentiert wurden.

Im pädagogischen Zentrum der Schule stand hingegen ein kreativ erstellter, reichlich dekorierter und mit zig Infos ausgestatteter Baum. Möglich gemacht hatten das die angehenden Erzieherinnen. Viel Wissenswertes zum Thema „Rund um den Baum“ hatten sie zusammengetragen und das zudem in optisch überzeigender Weise präsentiert. Aber auch an die Kiddies hatten sie gedacht. In der Turnhalle hatten sie eine große Dschungel-Bewegungslandschaft aufgebaut, in der Kleine und Große unter anderem wie Tarzan und Jane an Lianen über einen Abgrund durch die Lüfte schweben konnten und sich in einem dunklen Tunnel wie im Regenwald über Stock und Stein bewegen mussten, wobei es von oben tröpfelte. Praktische Einblicke in die pflegerischen Inhalte ihrer Schulausbildung demonstrierten hingegen die angehenden Sozialhelfer und Heilerziehungspfleger.

Was wäre Schule aber ohne die stets schönen Klassenfahrten? Die FH/12S5 war im September so begeistert aus München heimgekehrt, dass sie ein bayrisches Stüberl errichtete. Brezeln und Schorle wurden gereicht. Platz nehmen durfte man auf bayrischen Biertischgarnituren, wie man sie aus den beliebten Biergärten der Isarmetropole kennt.

Traditionell einen großen Stellenwert haben caritative Aktionen an der Liebfrauenschule. Gleich mehrere Projekte wurden vorgestellt, und wer direkt helfen wollte, dem konnte geholfen werden: Schülerinnen boten Marmelade und Liköre zugunsten des Bosnienprojektes der Caritas an, das die Liebfrauenschule seit mehr als zehn Jahren unterstützt.

Als am Nachmittag die Türen geschlossen wurden, waren die Organisatoren zufrieden. Die Resonanz war riesig. Weit mehr als 1000 Besucher hatten die Schule mit Leben gefüllt. Wer am Samstag verhindert war und dennoch Infos benötigt, der ist am Mittwoch, 30 November, 19 Uhr zum großen Info-Abend eingeladen.

Ewald Hülk


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