Supervision – professionelle Arbeit sichern und verbessern

Unser Schulträger macht es den Berufspraktikant/innen der HEP möglich

Nachdem in der Unter- und Oberstufe unserer fachschulischen HEP-Ausbildung wegen Corona so manches nicht stattfinden konnten, wurden wir dafür im nun zu Ende gehenden Berufspraktischen Jahr mit dem über den Lehrplan hinausgehenden Supervisionsangebot besonders beschenkt. Möglich wurde dies durch unseren Schulträger Bistum Münster, der die kompletten Kosten übernahm, und durch die Kooperation unserer Schule mit der Pfarrei St.-Maria-Magdalena-Geldern. Herr Naton, unser Supervisor, gehört zur Pfarrei und ist hauptberuflich als Pastoralreferent in der Klinikseelsorge der Gelderlandklinik und des St.-Clemens-Hospitals tätig.

Gemeinsam mit ihm trafen wir fünf Berufspratikant/innen (das Angebot war wohlgemerkt freiwillig) uns an sieben Nachmittagen für je drei Stunden in der benachbarten Familienbildungstätte, die uns extra einen perfekt ausgestatten Besprechungs- und Arbeitsraum für unsere Treffen zur Verfügung stellte. Bewusst fanden die Treffen nicht in der Schule statt, um gar nicht erst (wieder) in die alte „Schülerrolle“ zu verfallen, denn auch dank der Supervision wollten wir ja einen nächsten Schritt auf unserem Weg der Professionalisierung gehen.

Für die, die noch nicht wissen, was Supervision ist, hier ganz kurz: Supervision ist eine Möglichkeit zur Beratung von Mitarbeitern, um das eigene Handeln zu reflektieren und seine Arbeit somit stetig zu professionalisieren.

Für uns haben die Supervisionstreffen einen Ort und einen Raum geschaffen, in dem über belastende Situationen, (Rollen-)Konflikte und Schwierigkeiten aus dem Berufsalltag gesprochen werden konnte. Durch die von Herrn Naton und den Gruppenmitgliedern ermöglichte, multiperspektivische Sicht auf die von jeder/m von uns geschilderten Situationen aus unserem Berufsalltag, wurde uns der Umgang mit den Situationen deutlich erleichtert. Aus jeder Sitzung gingen wir bereichert hervor, auch dann, wenn mal gar nicht über eine eigene Herausforderung gesprochen wurde, sondern über die einer/s anderen.

Wir konnten neue Methoden, wie zum Beispiel das Transaktionsanalysemodell, für den professionellen Umgang mit Konfliktsituationen erlernen. Außerdem wurden uns durch die stets behutsam geäußerten Wahrnehmungen der anderen eigene Stärken und Schwächen bewusst, sodass wir mit Entwicklungszielen aus den Sitzungen herausgingen, um in den nächsten Wochen daran zu arbeiten. Dadurch wurden wir persönlich gestärkt und die Arbeit professionalisiert. Unser aller Wissen und unsere berufliche Haltung konnte erweitert und verbessert werden.

Wir würden uns alle erneut dazu entscheiden an der Supervision teilzunehmen und danken Herr Naton herzlich dafür, dass er uns begleitet hat und mit uns gemeinsam nach Lösungs- und Optimierungsstrategien gesucht und diese immer auch mit uns gefunden hat.

Text: Michelle Bröker, Leonie Laufenburg, Arne Klümpen, Shelly Ritter und Corinna Hommes (HEP/B)
Fotos: Andreas Mäteling


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